SoKo Spinnennetz


 

Hallo liebe Freunde, und all diejenigen die sich hierher "verirrt" haben.

 

Hier die Antwort auf die Frage: Was und wer steckt hinter der SoKo Spinnennetz?

 

 

   Thomas Christ befasste sich Mitte der Neunziger Jahre erstmals gedanklich mit der Schaffung einer neuen Abteilung innerhalb der Polizei, die die Effektivität polizeilichen Handelns vor dem Hintergrund des rasanten technischen Fortschritts auch in Zukunft sicherstellen sollte. Es ging dem listigen drahtigen Kriminalisten nicht um den gewöhnlichen Ladendieb, der zu dieser Zeit immer mehr aus den Schlagzeilen verdrängt wurde, sondern um die globalisierte Kriminalität aus Terror, Menschenhandel, Drogenhandel, Autoschiebereien, Geldwäsche und der Wirtschaftskriminalität. Dieser neuen ‚Qualität’ der Kriminalität, mit ihren immer schrecklicher werdenden Auswüchsen, wollte Christ etwas Effizientes entgegensetzen. 

   Im Rahmen einer von ihm erarbeiteten Neuordnung der Sicherheitsarchitektur, zur Abdeckung des Bedarfs an Spitzenkompetenz in der Verbrechensaufklärung und Verbrechensverhütung, wollte er eine Abteilung gründen, die sich mit den ‚heißen Eisen’, vorerst mit Hauptschwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet, befassen sollte. Daher entschied er sich für den Standort Dreieich, wegen der Nähe zu Wiesbaden - zwanzig Minuten, Flughafen Frankfurt - zehn Minuten, Flugplatz Egelsbach - zehn Minuten, und Frankfurt City - fünfzehn Minuten.

   Christ stellte sich eine Truppe vor, die, wenn sich irgendetwas auch nur zaghaft andeutete, wie er sich gerne ausdrückte, schnell vor Ort sein und übergreifend mit allen bisher alleine arbeitenden Polizeidiensten zusammenarbeiten konnte, und die vor allem nicht an den Grenzen Hessens Halt machte sondern deutschlandweit, europaweit, ja vielleicht sogar weltweit gegen das organisierte Verbrechen agieren konnte. 

   Bei der immer schneller fortschreitenden Wissenschaft und Wirtschaft, den neuen Techniken, gerade im Hinblick auf die neuen Medien und das Internet, waren und sind seiner Meinung nach Fachleute gefragt, die mit ebenso perfekten Systemen arbeiten können müssen wie die Hightech-Gangster des neuen Jahrtausends, ja seinen Wünschen nach sogar besser organisiert und technisch versierter sein sollen als die fähigsten Verbrecher.

   Der Innenminister, als oberster Dienstherr der Polizei, stöhnte in der Zeit von Christ Ideenschmiede nur noch gequält auf, wenn ihm seine Sekretärin den rebellischen Forderer am Telefon anmeldete. Und doch wusste er, dass die Ideen Thomas Christs nicht schlecht waren und dieser Mann absolut qualifiziert war, sich der Herausforderung des Aufbaus einer solchen neuen SoKo zu stellen, denn der Vollblutkriminalist konnte auf eine lange Erfahrungsstrecke zurückblicken.

   Christs Beharrlichkeit zahlte sich aus und eine gute Ausarbeitung seiner Pläne brachte schließlich den gewünschten Erfolg. Zur Jahrtausendwende erhielt er den Auftrag eine SoKo mit ihm als Chef zu gründen, der er den Namen ‚Spinnennetz’ gab. Denn er versteht sich als eine lauernde Spinne, die in der Mitte seines gut gebauten Netzes sitzt und wartet, dass die Fäden eine Beute melden. Seine Mitarbeiter diskutieren manchmal darüber, ob Christ diese Aufgabe mit der Gefährlichkeit der giftigsten Spinne der Welt, der australischen Funnel Web, oder der schnellsten der Welt, der Tegenaria-Spinne, absolviert. Und die meisten sind der Überzeugung, der SoKo-Chef erfüllt beide Kriterien.

   Nach dem Startschuss hatte Christ also angefangen seine SoKo Spinnennetz aufzubauen. Sein Konzept sah vor, dass alle Fäden bei einem Mann zusammenlaufen, der mit ziemlich hohen Befugnissen ausgestattet ist. Direkte Entscheidungen für ein schnelles Eingreifen, ohne einen langen Behördenweg, das ist Christs Vision. Die Kosten, die für diese gut ausgerüstete Abteilung anfallen sind natürlich immens. Aber Christ rechnet sie mit dem der Wirtschaft jährlich durch kriminelle Handlungen entstehenden und durch seine SoKo zu verhindernden Schaden auf. Und seinem ausgeklügelten System für die Finanzierung konnten sich die Oberen nicht verschließen. Dass der Innenminister Christ als Bedingung ‚auf’s Auge drückte’ das BKA beim Schutz von Staatsgästen oder Regierungsmitgliedern zu unterstützen, nahm er als bittere Pille, die er nun mal schlucken musste, ergeben in Kauf. Wobei er sich nicht als Konkurrenzunternehmen zum BKA verstehen will, sondern eine enge Zusammenarbeit mit diesem anstrebt. 

   Christ legt sich für seine SoKo voll ins Zeug. Nicht nur auf das Equipment kommt es dem SoKo-Chef an, sondern auch auf eine ständige Fortbildung seiner Leute, um auf die neuen Formen der Kriminalität, die sich spezieller Eigenschaften moderner Technologien bedienen, eingehen zu können. 

   Inzwischen kann die SoKo Spinnennetz eine vollintakte Hightech-Zentrale vorweisen. Vollgepackt mit dem Neusten vom Neuen stellt sie die Schnittstelle der Verbindung verschiedener IT-Systeme dar, die anfänglich mit Schwerpunkt auf das Rhein-Main-Gebiet, inzwischen aber immer mehr auch national und international gefragt ist. Und das kommt Christ gerade recht, denn er will den Erfahrungs- und Informationsaustausch fördern, er will im Rahmen der Durchführung gemeinsamer Projekte Ressourcen bündeln und er will sich mit den anderen Ländern abstimmen, was die Einschätzung und Zielsetzung der zukünftigen technologischen Herausforderungen betrifft. Mit Kanada, USA und Großbritannien hatte er in diesem Zusammenhang gute Erfahrungen gemacht. 

   Mit seinen Fachleuten hatte Christ schon nach kurzer Zeit ein international anerkanntes IT-gestütztes erkennungsdienstliches Verfahren entwickelt, denn ebenso wie Fingerabdrücke sind Gesichtszüge einzigartige Erkennungsmerkmale eines Menschen und spielen nach wie vor eine große Rolle bei der Verbrecherjagd. 

   Gerade auf dem Gebiet der Informationstechnologie hatte Thomas Christ ein paar wirklich gute Spezialisten für seine Abteilung gewinnen können. Sechs von ihnen befassen sich nur mit dem Internet sowohl als Tatmittel als auch als Angriffsziel. Sie entwickelten unter anderem ein Programm zur Abwehr von Hackern, die nur zu gerne versuchen auf ermittlungsrelevante Informationen oder erkennungsdienstliche Systeme wie das ‚Fingerprint Image Tansmission’ Zugriff zu nehmen. Dieses Programm hatte Christ nach überwinden sämtlicher politischer Hürden gut an andere Länder verkauft und konnte den Gewinn wiederum seiner Abteilung zugutekommen lassen.

   Zur Zeit steht eine Truppe von fünfzig hochqualifizierten Mitarbeitern unter Christs Kommando, und das ist durchaus wörtlich gemeint, denn seine Zeit als Ausbilder im Range eines Majors beim Militär kann er einfach nicht verleugnen. Alle SoKo-Beamten sind bestens geschult und getrimmt, um dem immer weiter ausdifferenzierten Aufgabenfeld gerecht zu werden, wofür Christ zum Teil selbst gesorgt hat. Seinen Anforderungen zu genügen ist kein Kinderspiel. Jeder seiner Mitarbeiter hat ein Spezialgebiet, ist aber auch in allen anderen Bereichen bestens geschult. Wenn Christ auf gute Leute aufmerksam wird, rekrutiert er diese. Auch ehemalige GSG 9 Leute, so wie Antonio Brucati, befinden sich in seiner Abteilung. Aufgrund seiner langen Dienstjahre kennt Thomas Christ viele Personen an den entscheidenden Stellen, die ihm weiterhelfen könnten und die dem sympathischen Kollegen auch weiterhelfen wollen, und sofort von seiner neuen SoKo Spinnennetz begeistert waren.

   Waffenspezialisten, Nahkampferprobte, Forensiker, Psychologen, Gen-Experten und Fachmänner auf allen erdenklichen Gebieten hatte Christ in seine Abteilung geholt. Viele Kollegen erklärten sich bereit mit ihm zusammenzuarbeiten.

   Selbst die Hubschrauberstaffel, mit ihrem Sitz in Egelsbach, stellt ihr neuestes Modell eines Eurocopters in den Dienst der SoKo. Damit hat Christ immerhin die Möglichkeit bis zu acht seiner Leute schnell auch an weiter entfernte Orte zu bringen. Der Hubschrauber besitzt eine Reichweite von rund siebenhundert Kilometern und kann mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu dreihundert Stundenkilometern aufwarten. Außerdem verfügt das moderne Fluggerät unter anderem über eine Wärmebildkamera und ein für Nachtsichtbrillen geeignetes Bildschirm-Cockpit. Das ebenfalls in Egelsbach stationierte kompakte Polizeiflugzeug Vulcanair P 68 Observer 2, über das Hessen als bisher einziges Bundesland verfügt, und das schneller und deutlich weiter fliegen kann als ein Hubschrauber, wird Christ von der Polizeifliegerstaffel Hessen ebenfalls zur Verfügung gestellt.

   Zum Bundesgrenzschutz unterhält Christ inzwischen auch beste Beziehungen. 

   So hat Thomas Christ sich seine SoKo immer vorgestellt. Obwohl Christ zu den Menschen gehört die eigentlich nie zufrieden mit etwas sind, denn man könnte ja eigentlich noch etwas mehr erreichen. Und mit seiner listigen Diplomatie schafft er es auch wirklich oft, aus einer bereits vollkommen ‚ausgedrückten Zitrone’ noch etwas Saft herauszupressen, wo ein anderer schon längst aufgegeben hätte. 

   Christ kann als SoKo-Chef den 'Code: Spinnennetz' auslösen, was bedeutet, dass bei (zweiundfünfzig) Diensthandys die jazzige Titelmelodie des Films Spiderman erklingt, um anzuzeigen, dass alle sofort in die SoKo-Zentrale kommen sollen, weil ein dringender Fall ansteht.

   Christ geht manchmal an und über die Grenzen des Möglichen, ja des Erlaubten, hinaus, eine ständige Gratwanderung, die er meisterlich beherrscht und die er auch von seiner SoKo-Truppe ausgeschöpft sehen will. Das bedingt blindes Vertrauen auf die Kollegen und deren Loyalität. Dementsprechend sind die Anforderungen, die er an seine handverlesenen Leute stellt, natürlich sehr hoch. Doch abgesehen von all den technischen Versiertheiten und der Ausbildung, legt Christ auch immer noch Wert auf den zwischenmenschlichen Aspekt. Der schweigsame "Leitwolf" wacht wie ein gestrenger Vater über seine SoKo-Familie.

 

Und die Hauptpersonen dieser SoKo-Familie sind:

 

Thomas Christ – "der Schweiger" oder „Sir Thomas“

   ist der Chef sowie Gründer der SoKo Spinnennetz, der stets mit Anzug und Krawatte mit Windsorknoten auftaucht. Ihm haftet die Aura eines englischen Gentleman mit Sean Connery Charme an. Der gut durchtrainierte Mittfünfziger mit den dunkelbraunen Augen, die wissend, weise, gütig und zugleich raffiniert, hart und auch sexy scheinen können, ist die Abgebrühtheit in Person. Das eine oder andere graue Haar in seinem militärisch kurzen Haarschnitt lässt vielleicht glauben, dass er schon in die Jahre gekommen ist, aber Christ ist nach wie vor ein listiger drahtiger Kämpfer. Trotz seines Befehlstons, den er sich aus seiner Zeit beim Bund im Range eines Majors beibehalten hat, kommt er immer noch sympathisch rüber. Er ist Frühaufsteher, der meistens in seinem Büro im 5. Stockwerk der SoKo-Zentrale frühstückt, wozu sein Darjeeling Tee mit Milch gehört. Er mag keinen Kaffee und wenn er ihn schon mal vorgesetzt bekommt, dann nimmt er viel Milch dazu. Christ genießt es früh am Morgen (5:30 Uhr) in der SoKo zu sein, wenn diese Ruhe vor dem Sturm herrscht, bevor die Kollegen in die SoKo einfallen. Diese Zeitspanne, in der noch nicht sein Telefon klingelt, oder es an seiner Tür klopft, und er den ersten Schluck seines Tees trinken kann, ist ihm geradezu heilig. Spätestens wenn die Lampe über dem Aquarium in seinem Büro angeht, und den Zierfischen den neuen Tag verkündet, weiß Christ allerdings, dass es gleich mit der Ruhe vorbei ist.

   Seiner Truppe gegenüber gibt Christ sich introvertiert, knallhart, korrekt und konsequent. Ihn zeichnet eine Mischung aus vornehmer Zurückhaltung und listigem Draufgängertum aus. Er besitzt Willenskraft gepaart mit einer guten Portion Schauspielerei und eine übermenschliche Intuition. Die Logik mit der er zu seinen deduktiven Schlüssen gelangt ist faszinierend.

   Christs beruflicher Aufstieg war rasant. Er profitiert von seiner, wie er es gerne nennt, ‚Austauschschülerzeit’, in der er die Arbeitsweisen von CIA und FBI kennen gelernt hatte. Prädikate wie ‚jüngster’ oder ‚bester’ sind ihm nichts Unbekanntes. Seine Beurteilungen tragen stets die Note ‚sehr gut’. Sein IQ liegt natürlich im Bereich der höheren. Auszeichnungen füllen in seinem Haus in Buchschlag einen Schrank. Und auch der eine oder andere Pokal für den ersten Platz bei einem Schießwettbewerb oder Kegelturnier steht in diesem Möbel. 

   Der private Christ ist jemand, der den technischen Möglichkeiten insoweit aufgeschlossen gegenübersteht, wie er sie in der heutigen Zeit benötigt und auch benutzen kann. Mit allem was darüber hinausgeht, beschäftigt er sich nur notgedrungen. Er fährt einen Audi A8 in Gletscherweiß Metallic mit schwarzen Naturledersitzen. Christ lebt für seine Arbeit und die SoKo, was es mit sich bringt, dass so manches auf der Strecke bleibt. So würde er gerne Mandarin lernen, kommt aber nicht dazu, und hat schon zwei gescheiterte Beziehungen hinter sich. Bei 'Mysterium' erfährt man allerdings, dass er wieder mit seiner Ex-Frau Anita zusammen ist, was ihn menschlicher macht. Er hat keine Kinder – außer seinen Mitarbeitern, die er wie ein strenger Vater behandelt. Gerade Dosske und Brucati rügt er manchmal wie pubertierende Söhne.

 

 

Antonio Brucati

   wurde 1977 in Deutschland geboren, hat aber italienische Wurzeln und ist jüngster von 4 Kindern. Er war der erste Mitarbeiter den Christ sich in seine SoKo geholt hatte. Christ hatte ihn damals von der GSG 9 abgeworben, wo Antonio Brucati eine hervorragende Prüfung abgelegt hatte und danach der Einsatzeinheit der Fallschirmspringer und Boarding-Spezialisten in der Luftlandeeinheit zugeteilt worden war. Viele Einsätze waren gefolgt und Brucati weiß heute noch jeden Einzelnen davon. Brucati ist sehr wissbegierig und hat einen Profiler-Lehrgang absolviert. Er stählt stets seinen athletisch durchdrainierten Körper, und fährt dafür sogar manchmal an die Polizeisportschule nach Bad Endorf um dort mit Sportlern zu trainieren. Was durchaus auch von Nöten ist, da Brucati gerne nascht, er liebt Knabbergebäck mit Mohn- und Sesamsaat, Erdnussflips und Panna cotta, besonders die von seiner Mamma Maria, die ihn rührend bekocht und dazu auch gerne mal die Kollegen ihres Sohnes, Stein und Dosske, einlädt. 

   Brucati sieht sehr gut aus, wirkt auf Frauen, gerade wenn er mit seiner sonoren Bassstimme spricht oder auf jene spitzbübische Art grinst, die Stein so an ihm mag. Gerade ihr gegenüber legt Brucati eine sehr fürsorgliche Art an den Tag, er hat immer ein wachsames Auge auf sie. Brucati hat etwas längere schwarze Haare, tiefdunkle Augen und zieht manchmal die linke Augenbraue überrascht hoch. Es ist ein sehr guter Beobachter, ein Sensibelchen und doch knallhart. Manchmal platzt sein italienisches Temperament mit einem "Porca miseria" oder "Dio mio" aus ihm heraus. Er ist sehr auf Pünktlichkeit bedacht, hasst es auf jemanden zu warten, ist ungeduldig, fordert immer 100%.

   Sein privates Umfeld besteht aus seinen Eltern, Mamma Maria und Vater Luciano, 3 Schwestern, einem Schwager, und Bruno dem  Bobtail/Border Collie Mischling. Brucati kann gut mit Hunden, ist geradezu ein Hundeflüsterer. Er wohnt in seiner exklusiven Eigentumswohnung in Neu Isenburg im 1. Stock. Er ist von zuhause aus gut situiert, spielt gerne Poker. Brucati bevorzugt Jeans und Lederjacke und benutzt ein Duschgel mit einem Duft zwischen frisch und holzig, aus kalabrischer Bergamotte und italienischer Mandarine. Er mag Hercule Poirot von Agatha Christie und gute Action Filme. Diese Leidenschaft teilt er mit Stein, sie schauen schon mal zusammen in Brucatis Wohnzimmer auf seinem Panasonic Plasmafernseher mit 106 cm Bildschirmdiagonale den einen oder anderen Blockbuster an. Genauso bruzzelt Brucati mit seinen Kollegen auch gerne mal etwas zuhause in seiner traumhaften Markenküche, die seine Eltern ihm haben einbauen lassen. Er fährt einen Peugeot 307 CC, und sammelt Schusswaffen in einer abgeschlossenen Glasvitrine in seinem Wohnzimmer. Brucati ist Eintracht Frankfurt Fan, und hat eine entsprechende Tasse im SoKo-Büro stehen. 

 

 

Daniel Dosske

   hat ebenfalls eine Fan-Tasse im Soko-Büro stehen, das er sich mit Brucati und Stein teilt, allerdings ziert seine Tasse das OFC-Logo. Was dies für das Klima im Büro nach einem Wochenende mit Fußball bedeuten kann liegt klar auf der Hand. Dosske wurde am 2. Juni 1975 geboren, ist 193 cm groß, dunkelblond, hat eine große Klappe, lustig leuchtende grüne Augen mit den kleinen braunen Sprenkeln und ist muskulös. Er kam ursprünglich von der OK (Organisierten Kriminalität) zur SoKo. Er wohnt in Offenthal, trägt gerne Jeans und Lederjacke, ist Motorradfahrer, allerdings meistens an der Grenze des Vertretbaren, einige Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung stehen auf seinem Konto.

   Daniel Dosske ist so ein bisserl der gemütliche Deutsche und das genaue Gegenteil von Brucati. Er nimmt es mit der Pünktlichkeit nicht so genau und hat stets Probleme mit seinem Gewicht, was sich bei den monatlichen Fitnessabsolvierungen im Hauptquartier zeigt, er liebt nun mal Essen. Zu seinem Lieblingsessen zählt Johnnys Pizza Nummer "Fünf" mit  Käse, Schinken, Tomaten, Zwiebeln, doppelt Salami, vor allem aber liebt er Mamma Marias Italienisches Essen, nur keine Polenta. Seinen Kaffee trinkt er stets mit viel, mit sehr viel Zucker. Seine Eltern wohnen in Lübeck und er hat einen schwerhörigen Großvater namens Friedrich. 

   Dosske zitiert gerne mal Sprichworte und hat eine immer mal wieder aufkeimende philosophische Ader. Er verballhornt aber auch gerne Begriffe, so heißt ein Cappucino bei ihm Kapuzenchino.

   Er ist interessiert an allen möglichen neusten technischen Spielereien und ein Fan der Fernsehserie Raumpatrouille Orion.

   Dosske wechselt häufig seine Freundinnen. Auf die Kindergärtnerin ist bei 'Mysterium' mit Deborah eine Frau gefolgt, die ihn ganz schön fordert. Dosske hat kein Glück mit seinen Beziehungen, was vielleicht auch daran liegt, dass seine vorlaute Klappe nicht immer angebracht ist und er gerne mal über das Ziel hinaus schießt, was ihm Kollegin Stein öfter mal vor Augen führt.

 

 

Samira Stein 

   ist während den Ermittlungen zu 'Mysterium' 33 Jahre alt und hat im September Geburtstag. Sie ist 170 cm groß, hat lange blonde Haare, Augenbrauen die sich wie die Schwingen einer Möwe über ihren ozeanblauen Augen wölben, ein zartes Gesicht, perfekt geschwungene Lippen und eine gute Figur. Stein ist feinfühlig und romantisch veranlagt, aber trotzdem eine taffe Frau, die es mit jedem Ganoven aufnimmt. Nur wenn sie sich in Doc Wenrights Autopsiebereich aufhalten muss, jagt ihr das immer einen gehörigen Schauer über den Rücken. Niemand vermag sich Steins Charme zu entziehen, wenn sie dieses bestimmte Lächeln aufsetzt. Stein verfügt über einen guten siebten Sinn. Sie mag lieblichen Weißwein und liebt es sich ab und an eine heiße Tasse Schokolade mit einer mächtigen Sahnehaube zu gönnen.

   Stein hat ihre Eltern durch einen tragischen Unfall früh verloren. Sie war Motorradpolizistin, und arbeitete als Kommissarin im Drogendezernat, als sie auch noch ihren Kollegen Gary Rogers, der wie eine Art Vaterersatz für sie war, verlor. Das war der Zeitpunkt, wo Stein mit der SoKo in Berührung kam, als sie auf eigene Faust im Mordfall ihres Kollegen ermittelte. Christ wurde dabei auf Stein aufmerksam und erkannte, dass diese Frau sich schon einmal, als sie einen von Christs Kursen, die er an der Polizeischule hielt, positiv hervorgehoben hatte. So rekrutierte er sie kurzerhand für seine SoKo. In dieser schweren Zeit der Ermittlungen zu dem Mord an Steins Kollegen bildete sich ein besonderes Verhältnis zwischen Brucati und seiner neuen Kollegin heraus. 

   Stein wohnt seit über 10 Jahren im 2. Stock in einem alten gepflegten 6-Parteien-Haus mit Aufzug in Sprendlingen. Zu ihrem privaten Umfeld gehören Tante Luise und Onkel Paul sowie die Nachbarn Frau Meyer und Familie Koller. Und Fotoreporterin Vivian Pfitz mit deren Partner Steve Quaid, die Stein während den Ermittlungen zu Frankfurt Ambika kennen lernte und mit denen sie nun befreundet ist. Stein mag Brucatis Mutter sehr und versteht sich blendend mit Brucatis Vater.

   Steins Mobilität wechselt bei den Romanen, sie hatte mal einen alten, aber liebevoll gepflegten VW Golf, dann eine Honda CBR125R in Candy Lightning Blue und seit Sommer 2015 fährt sie einen saphirschwarzen metallic BMW Z4 Roadster, den sie durch eine Gewinnspielpostkarte, die Dosske mitgebracht hatte, gewonnen hat. Dosske nennt Stein gerne mal Sammy.

 

 

Dr. Mark Wenright - Doc

   ist der SoKo-Arzt, Rechtsmediziner, Psychologe, Forensiker in einem. Nicht nur weil er das Sektrum all dieser Tätigkeiten in sich vereint, wollte Christ ihn unbedingt für seine SoKo haben. Er ist ein guter Freund Christs, kommt aus England, wo Christ ihn kennen lernte und für die Soko abgeworben hat. Dass die beiden gute Freunde sind, wird deutlich, als Wenright bei 'Frankfurt Ambika' schwer verletzt wird. 

   Wenright belebt das Krankenrevier in der SoKo-Zentrale im Erdgeschoss und die Rechtsmedizinische Abteilung sowie das Forensische Labor im Kellergeschoss. Wenright ist eine Kapazität auf allen Gebieten der Forensik, egal ob Entomologie, Toxikologie, Serologie, Ballistik, Daktyloskopie, Osteologie oder Ondotonlogie. Keiner kann ihm bei der Identifizierung, Analyse oder Rekonstruktion krimineller Handlungen das Wasser reichen. Kollegen der Rechtsmedizin tauschen sich gerne mit ihm aus, und auch die SoKo-Kollegen mögen den sympathischen Arzt. Er arbeitet hochtechnisiert und trotzdem umgibt ihn die Aura eines gemütlichen Landarztes, dessen gütige Augen stets ein offenes Ohr für Probleme signalisieren. Sein Lieblingswort ist "Marvelous" und beim Eintreffen am Tatort rutscht ihm schon mal gerne "What happened?" heraus. 

   Wenright reagiert empfindlich, wenn man ihn mit unsachdienlichen Hinweisen an einem Tatort, bei der Sicherung von Spuren, stört. In einem solchen Fall hat er für Dosskes Späßchen kein Verständnis. Für Wenright ist es unerträglich, wenn er sich etwas nicht erklären kann, besonders bei 'Mysterium', als er die Todesursache des Opfers lange nicht aufklären kann, erkennt man dies. Und dabei gerät sein grundgütiges Wesen und seine sympathische Art ins Wanken. Was vor allem Fynn Pfeiffer, der Wenright darin nacheifert Naturwissenschaftler auf der einen und Kriminalwissenschaftler auf der anderen Seite zu sein, zu spüren bekommt.

 

 

Fynn Pfeiffer

   ist der 'Frischling' in der SoKo-Truppe. Der Forensiker ist über 30 Jahre alt und hat eine jungenhafte Art, die durch sein schmächtiges Äußeres noch unterstrichen wird. Er arbeitet gerne mit Doc Wenright zusammen und ist laut dessen Aussage inzwischen schon recht gut darin systematisch kriminelle Handlungen zu identifizieren, analysieren oder rekonstruieren. Wenright sieht einen würdigen Nachfolger in Pfeiffer, setzt große Hoffnungen in ihn und gibt gerne sein Wissen an ihn weiter. 

   Pfeiffer hat ursprünglich Physik studiert und sich in die Ballistik und letztendlich die Forensik verliebt. Seine Vorbilder sind Archimedes, Galileo Galilei, Isaac Newton.

   Pfeiffer ist befreundet mit Rechtsmediziner Dr. Tobias (Tobi) Seitz. Dieser Tatsache ist es geschuldet, dass die SoKo durch Dr. Seitz bei 'Frankfurt Ambika' einen wichtigen Hinweis erhält.

   Pfeiffer hat die Angewohnheit seine Handschuhe vor dem Anziehen immer zuerst aufzublasen, was ihm wohl zu einem leichteren Hineinschlüpfen verhelfen soll. Dosske nutzt solche Marotten gerne mal für seine Späße, dazu zählt auch Pfeiffers Vorliebe zur Spurensicherung Fehhaarpinsel aus Eichhörnchenschweifen zu benutzen. 

   Pfeiffer mag die Geräusche während einer Obduktion, also das Surren der Kreissäge, Klacken der Knochenschere wenn sie Rippenbogen zerteilt, nicht. Die Gerüche von Leichen usw. machen ihm allerdings nichts aus.

    Pfeiffer restauriert seit Herbst 2015 sein altes, nur noch von Aufklebern zusammengehaltenes Motorrad, eine Honda CB 200, Bj. Ende 1970. An diesem Zweirad werkelt er zusammen mit dem einen ganzen Kopf größeren SoKo-Fuhrparkleiter Schäfer. 

 

 

Heinz Schäfer

   ist ein rüstiger Endsechziger, ein wahrer Hüne, mit lustigen rehbraunen Augen und großen Händen. Er ist der Fuhrparkleiter und die Seele der SoKo S. Der fast zwei Meter große Hesse mit starkem Dialekt ist ein starker Raucher mit braun gelblich gefärbtem Zeigefinger. Der blonde Wuschelkopf, wobei das Blond immer mehr dem Grau gewichen ist, trägt meistes eine dunkelblaue Hausmeisterkluft, die er stets zuknöpft. Eigentlich könnte er schon in Rente gehen, bleibt aber seiner SoKo treu, wo er auch gerne mal an einem Sonntag noch irgendetwas in der Werkstatt basteln kann. Sein Werkstattbüro zieren Fotos mit den Früchten seiner Angelleidenschaft, die ihm allerdings bei 'Mysterium' zum Verhängnis wird. Der passionierte Angler raucht gerne mal ein Pfeifchen, wobei er das Ritual mit seiner Peterson Fathers Day mit Bruyère-Holz Pfeifenkopf zelebriert. Zu einem Morgen am Angelweiher gehört für ihn sein Dunhill Early Morning Tabak. Mit seinen geangelten Fischen versorgt er manchmal die Kollegen, bei 'Mysterium' versorgt er die Kollegen allerdings mit einem ganz anderen Fang.  

   Schäfer, der gerne mit seinen großen Händen spricht und seine Worte mit ausladenden Gesten verdeutlicht, ist bei 'Mysterium' das erste Mal an einem Tatort an dem die SoKo ermittelt.

   Schäfers privates Umfeld besteht aus seiner Tochter, er wird bald Opa und hat einen Hund, den er liebevoll "Hundche" nennt. Er ist bei allen beliebt durch seine umgängliche Art und seine große Hilfsbereitschaft. Allerdings muss man bei einem Abend mit ihm ganz schön trinkfest sein.

   Im Umgang mit Forensiker Pfeiffer, wird aus dem alten Haudegen geradezu ein väterlicher Beschützer und Freund.

   Schäfer ist einer der wenigen, der die private Telefonnummer Christs kennt.

 

 

Das war der kleine Diskurs zur SoKo Spinnennetz, die bisher in folgenden Fällen ermittelte:

 

 

ISBN 978-3-7347-8649-5

ISBN 978-3-8482-1977-3

ISBN 978-3-8391-8061-7

 

Herzlichst

 

Eure Chris

 


 

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